Anonymous P. / 2014

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Prometheus stahl den Göttern das Feuer, ein mächtiges Werkzeug, das diese gern für sich behalten hätten. Entsprechend zornig verbannten sie ihn an einen Felsen im Kaukasus, wo Adler seine Leber frassen. Umbringen konnten sie ihn nicht.

Anonymous P. stahl den Mächtigen Daten, die diese definitiv für sich behalten wollten. Zornig verbannten sie ihn in den Transitbereich des Moskauer Flughafens, eine Botschaft in London, ein Militärgefängnis in Fort Meade, wo Geheimdienste seine Leber frassen. Doch die Daten wachsen nach. Pandoras Büchse wurde schon mit dem Internet verschickt: Dein Handy weiss wo Du bist, Google weiss was Du denkst, Facebook weiss wer Du bist, PRISM weiss alles. Das Geschenk P.’s an die Menschen kann nur eines sein: Anonymität.
«Anonymous P.» – teils Performance, teils Installation – verschränkt die Historie der Geheimdienste, ihre Verbindung zu kommerziellen Unternehmen, unsere Bereitschaft zur Preisgabe intimster Informationen online mit modernen Heldengeschichten und der grossen Fiktion der Gegenwart: Privatsphäre.

Von und mit Sonja Füsti, Phil Hayes, Chris Kondek, Christiane Kühl, Hannes Strobl in Kooperation mit Nathan Andrew Fain, delete.us.com, Chaos Computer Club Zürich CCCZH.
Eine Produktion von Chris Kondek & Christiane Kühl in Koproduktion mit Festspiele Zürich, Gessnerallee Zürich, Mousonturm Frankfurt am Main Unterstützt durch Stadt Zürich Kultur.

Vorstellungen: 26. (Premiere) bis 29. Juni sowie 2. und 3., 6 und 7. Juli 2014, Gessnerallee Zürich.

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